Mission 5000

Das wohl schönste Erlebnis meines Fliegerdaseins, nein eigentlich sogar meines Lebens 😀
Laut Alptherm war eine Wolkenbasis von 4800m, 3hpa Südföhn, sowie wenig Wind vorhergesagt. Nach anfangs schwacher (~2m/s integriert), aber trotzdem extrem bockiger Thermik und teils sehr starken Windböen (mit Thermikblasen bis zu 40km/h) wollte ich beim Gumma schon aufgeben. Jedoch fand ich kurz nach dem Abfliegen weit versetzt einen Bart, der mich wieder auf über 3000m brachte. Gleichzeitig bildete sich die einzige Wolke des Himmels vor dem Preber (es war schließlich absolut blauthermisch). Ich entschied mich also doch noch um und probierte es einfach.
Wieder einmal stellte sich heraus, dass es der Bart des Tages war, wie immer an dieser Stelle vor dem Prebersee. Anfangs ging es zwar nur mühsam mit etwa 2m/s hoch, aber ab 3500m schnallzte das Vario und es katapultierte mich mit über 6m/s integriert nach oben. Der Wind wurde nach oben hin immer schwächer, warum? Keine Ahnung.. Vielleicht hat es aber auch einfach damit zu tun, dass ein Schirm in dünnerer Luft schneller fliegt!? 😀
Voller Freude musste ich jedoch einen Rückschlag erleiden… mein Vario bzw. auch GPS jammerte schon seit über einer halben Stunde über leere Batterien. Bei den kreischenden Steigwerten, sowie mittlerweile sehr tiefen Temperaturen (geschätzte -15°C) gab es bei 4680m nach Barometer bzw. 4801m nach GPS endgültig den Geist auf. In dieser Höhe befand sich auch in etwa die Basis.
Voller Euphorie ließ ich mir es nicht nehmen die 5000 zu knacken, also entschied ich mich ein wenig in die Wolke zu fliegen, wobei ich selbst an der höchsten Stelle nach unten hinaus sehen konnte. Aus dem Video und den vorherigen Steigwerten lässt sich auch daraus schließen, dass ich wirklich noch auf über 5000m aufdrehte.
Von der Höhe völlig geflasht, gleitete ich sicherheitshalber Richtung Tamsweg aus, mit geschätzten 4000m angekommen, überlegte ich mir noch einmal zurück zu fliegen und doch wieder so hoch aufzusteigen, weils einfach so genial war. Da ich aber einerseits kein Vario sowie GPS mehr hatte, die Wolke sich wieder auflöste, ich schon ein bisschen fertig war und es außerdem in der Höhe auch Flugzeuge gibt, entschied ich mich die Höhe mit Wingovers zu verbraten 😀 Obwohl ich die Höhe schnell vernichtete, brauchte ich 35 Minuten (laut Video) vom höchsten Punkt bis zur Landung in Tamsweg.
Über 3 Tage lang zitterte ich vor lauter viel Endorphin. Jede einzelne Sekunde dieses Fluges wird mir wohl für immer und ewig in Erinnerung bleiben. Das Bild als ich aus dem Bart ausstieg und die unglaubliche Weite realisierte ist in meinem Gedächtnis mehr oder weniger eingebrannt. Für solche Momente lebt man! :))))

https://www.youtube.com/watch?v=otMclrjENpU

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